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Schenefelder Jugend

Schenefelder Jugend

Schenefelder Jugend gibt erfolgreiches U17-Großfelddebüt vor eigenem Publikum

Die Vorzeichen waren ungewiss als am vergangenen Samstag, den 17.11.2018, die neue schenefelder Jugendmannschaft zu ihrem ersten Großspiel antrat. Zehn der 15 eingesetzten Spieler treten auch in der U15-Liga an und haben alleine schon aufgrund ihres Alters nur wenig Erfahrung auf dem Großfeld. Insgesamt ist die diesjährige U17-Mannschaft gespickt von  vielen U15-Spielern – wobei der jüngste Spieler im U17-Kader gerade mal 12 Jahre alt ist. Diese jungen Spieler sollen nicht nur unsere fünf „reinen“ U17-Spieler im Team personell unterstützen, sondern auch für die kommenden Jahre Erfahrung sammeln, sodass wir in einem bis drei Jahren an die Erfolge des letzten U17-Teams anknüpfen können.

Und so startete die Großfeldreise unserer unerfahrenen Truppe mit einem Debüt gegen die schwierig einzuschätzende Spielgemeinschaft aus Schwarzenbek und Glinde. Doch jeder im schenefelder Team war in jedem Fall gewarnt, da Schwarzenbek/Glinde am ersten Spieltag gegen ein Baltic Storms-Team gewann, das namhafte, spielbestimmende Talente eingesetzt hatte. (Schenefeld hatte am ersten Spieltag spielfrei.)

Unser Team zeigte zwar ihre Nervosität im Warm-Up, aber konnte in einem ruhigen ersten Drittel ihre Aufregung ablegen. Das junge, uneingespielte Team zeigte eine konzentrierte Leistung und hielt sich insbesondere in der Defensive an die Vorgaben des Trainerteams, sodass es zu wenig gefährlichen Situationen vor dem schenefelder Tor kam. Offensiv kreierte man zwar immer wieder gefährliche Bogenläufe, doch nahm man auch häufig ungeschickte 1v1- oder sogar 1v2-Situationen und so lief man sich immer wieder am Gegner fest. Allerdings waren nicht alle Bemühungen vergebens, denn als sich Jakob Heins nach einem öffnenden Pass von Oskar Schattschneider zum wiederholten Male in diesem Drittel von seinem Gegenspieler lösen konnte, erzielte er nach einem präzisen Schuss in den langen Winkel nach 14 Minuten den erlösenden Führungstreffer. Da trotz der Nervosität vor Spielbeginn eigene Fehler im Spielaufbau nahezu vollständig vermieden wurden und bei gegnerischem Ballbesitz die gefährlichen Räume in der eigenen Hälfte gut zugestellt wurden, konnten wir mit der Führung im Rücken in die Pause gehen.

Zu Beginn des zweiten Drittels mussten unsere Großfelddebütanten aber direkt zeigen wie sie mit einem Rückschlag umgehen, denn die Spielgemeinschaft aus Schwarzenbek und Glinde nutzte eine unübersichtliche Situation vor unserem Tor und erzielte nach einem abgefälschten Schuss ins kurze Eck den Ausgleichstreffer. Ansonsten kam es zwar jetzt wiederholt zu Situationen vor unserem Tor, die ungeschickt geklärt wurden, aber hier war stets auf Moritz Stößner, unsere Nummer 1 im Tor, Verlass. Das eigene Offensivspiel wurde eingespielter und es wurden mehr Pässe gesucht, um sich auch hinter dem gegnerischen Tor festzusetzen. Schließlich war es Hendrik Mai, der sich im Verlauf der Partie immer weiter steigerte, was schließlich darin gipfelte, dass er sich nach 29 Minuten nicht nur gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, sondern auch mit viel Übersicht einen feinen Pass auf unseren Youngster Ian Meyer spielte, der souverän im 1 gegen 0 zur erneuten Führung einnetzte.

Unser Team war nun am Drücker und konnte trotz einiger Spielerwechsel zur Hälfte des Spiels das Spiel bestimmen. Die Defensive stand gut und wir setzten die Spieler der Spielgemeinschaft immer wieder unter Druck. Insbesondere Julian Langefeldt verhinderte durch seine Geschwindigkeit und Aggressivität im Anlaufen, sowie durch seine Spielintelligenz um die richtigen Situation zu identifizieren, nahezu im Alleingang, dass die gegnerische Spielgemeinschaft den Ball in die Nähe der schenefelder Hälfte bringen konnte. Falls dann doch ein langer Ball in der schenefelder Hälfte gespielt wurde, konnte dieser zügig erobert und mit einem konzentrierten Aufbau wieder nach vorne gebracht werden. Nach einem Pass von Amely Dühring war es schließlich Max Urban, der seine Ballkontrolle und Zweikampfstärke nutzte, um sich gegen zwei Spieler durchzusetzen und mit der Rückhand den Torwart zu umrunden. In den letzten fünf Minuten kam es noch zu einer zweiminütigen Überzahlsituation für unser junges schenefelder Team. Leider hatte das Team aber noch keine Gelegenheit ihr Power-Play zu trainieren, sodass das Trainerteam nach der Aussprache der Strafe kurzerhand ein Timeout nahm, um grobe Züge des Power-Plays zu erläutern. Leider zeigte sich, dass wir insbesondere bei Ballverlust noch zu unsicher agierten und hatten daher nicht nur weniger eigene Chancen als im bisherigen Spielverlauf, sondern liefen sogar in einen 2 gegen 1-Konter, den die Gäste aus Schwarzenbek/Glinde zum Anschlusstreffer nutzten. Die Stimmung im jungen Team wurde angespannter, da allen bewusst war, dass diese Überzahlsituation alles andere als ideal ausgespielt wurde. Als in der darauffolgenden Drittelpause das Trainerteam den Spielern aber verdeutlichte, dass die mangelnde Erfahrung im Überzahlspiel nicht die Fehler des Teams oder von einzelnen Spielern, sondern lediglich bisher nicht ausreichend Trainingszeit sei, löste sich die Anspannung und die Vorfreude auf das gemeinsame Ziel im letzten Drittel kam in den Vordergrund.

In den letzten 20 Minuten gab unser neu zusammengewürfeltes Jugendteam nochmal alles: Arbeitete bei Ballverlust geschlossen nach hinten, nahm die Zweikämpfe in der eigenen Hälfte an und versuchte denjenigen Angriffsfloorball zu spielen, der in den letzten Wochen im Training einstudiert wurde. Außerdem unterstützen sich alle Spieler gegenseitig von der Bank und feuerten sich für jede gelungene Aktion gegenseitig an, sodass eine packende und mitreißende Atmosphäre im schenefelder Team entstand. Der Erfahrenste des Teams, Jonathan Heins, war es schließlich, der in diesem Drittel die spielentscheidenden Aktionen setzen sollte. Zunächst erkannte er bei einem Freischlag vor dem gegnerischen Tor, dass die Gäste ihre Mauer ungeschickt positioniert haben. Er verzichtete daher auf eine einstudierte Freischlagvariante und schickte den Ball auf direktem Wege ins Tornetz. Neun Minuten vor Spielende zeigte eben jener Jonathan Heins dann seine ganze Klasse und setzte sich nicht nur gegen einen oder zwei Spieler durch, sondern nahm es gleich mit allen fünf Gegenspielern nacheinander auf und bezwang nach diesem phänomenalen Solo auch noch den Torwart, sodass Schenefeld relativ komfortabel mit drei Toren Vorsprung führte. Die Spielgemeinschaft Schwarzenbek/Glinde agierte daraufhin deutlich aggressiver und versuchte nach eigenem Ballverlust direkt wieder zu stören. Hierbei erkannte man abermals die Unerfahrenheit unseres jungen Teams, die den erhöhten Druck natürlich spürten und vor allem während des Gegenpressings häufiger schlechte Entscheidungen trafen. Die kämpferische Leistung und die Laufbereitschaft waren aber weiterhin tadellos und die Paraden unseres Torwarts hielten den schenefelder Vorsprung bei drei Toren. Drei Minuten vor Ende schlug dann doch noch der Ball nach einem Bogenlauf im kurzen Eck ein und der zu diesem Zeitpunkt verdiente Anschlusstreffer zum 5:3 war gefallen. Vielmehr sollte aber nicht mehr passieren und so blieb es nach 60 Minuten bei diesem Ergebnis.

Die neue schenefelder U17-Mannschaft gewinnt damit ihr Auftaktspiel durch eine überzeugende Mannschaftsleistung gegen ein gutspielendes Team aus Schwarzenbek/Glinde, das zeigte, warum sie ihr erstes Spiel gewinnen konnte. Unser Team hat es aber geschafft, in jeder personellen Kombination die Vorgaben aus dem Training der letzten beiden Monate, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, gut umzusetzen und zeigt, dass trotz des jungen Alters mit ihnen bereits in dieser Saison zu rechnen ist. Das macht Lust auf mehr!

Wie praktisch, dass es direkt am kommenden Sonntag gegen die Baltic Storms, eine Spielgemeinschaft aus den ehemaligen Floorballhochburgen des Nordens Kiel und Neuwittenbek. Das Jugendteam dieser beiden Teams spielt aber schon seit mehreren Jahren als Spielgemeinschaft zusammen und ist auch in diesem Jahr wieder gespickt von großen Talenten, die in der Lage sind ein Spiel alleine zu entscheiden. Hier ist ein deutlicher Unterschied in der Spielweise zu der eher homogenen Spielgemeinschaft Schwarzenbek/Glinde. Man darf gespannt sein, wie sich unser Team gegen diese andere Spielweise schlägt. Wir werden in jedem Fall alles geben!

Wie ist der Himmel? Blau-Weiß!

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