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Achter de Weiden 91, 22869 Schenefeld (040) 840544-6 info@bw96.de

BW96 Campus Artikel zum Status des Projekts

Campus
1. BW96 Campus Artikel zum Status des Projekts
2. BW96 offene Stellungnahme zum BPlan Nr. 86

Liebe Blau-Weiße!

Wir hoffen, dass Ihr einen tollen Sommer hattet. Die Pandemie-begründeten Einschränkungen werden mehr und mehr zurückgenommen, so dass hoffentlich für Alle wieder ein Stück weit Normalität einkehren kann. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb ist in vollem Gange, es ist wieder Leben in der Bude. Dies gilt auch für unser Projekt Blau-Weiß 96 Campus, über welches wir Euch an dieser Stelle informieren möchten.

Die Stadt Schenefeld beabsichtigt auf dem Gelände an der Blankeneser Chaussee (auf dem hinteren Grandplatz) eine neue KITA zu errichten. Da Schenefeld kontinuierlich am Wachsen ist, müssen neue zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Die einzig dafür in Frage kommende Fläche ist an der Blankeneser Chaussee (auf dem hinteren Fußballfeld) gelegen. Die vordere Fläche soll für den Sportbetrieb erhalten bleiben. Daher wurden wir bereits vor ca. 2 Jahren aufgefordert, unseren Bedarf zu bestimmen und einen Vorschlag zur Bebauung dieser Fläche zu unterbreiten. Seitens Blau-Weiß haben sich viele Abteilungen dazu geäußert. Dabei ergab sich, dass insbesondere ein Bedarf an zusätzlichen Hallenflächen für unsere Mannschaftssportarten besteht. Bei einigen ist ein leistungsgerechter Trainingsbetrieb zurzeit nicht möglich. Dazu besteht ein erheblicher Bedarf an Bewegungsräumen. Unsere Fitness- und Reha-Abteilung platzt in ihren derzeitigen Räumlichkeiten im Untergeschoss Achter de Weiden aus allen Nähten. Nicht zuletzt soll auch eine Fußballfläche an der Blankeneser Chaussee erhalten bleiben, da es auf den Flächen Achter de Weiden insbesondere im Trainingsbetrieb langsam eng wird.

Wir werden bei diesem Vorhaben von dem Architektenbüro Haartje begleitet, welches bereits bei vielen Sportvereinen (z.B. in Elmshorn und Tornesch) entsprechende Projekte begleitet hat. So hatten wir die Gelegenheit, mit Vertretern der Abteilungen u.a. die neue Halle des EMTV zu besichtigen. Außerdem sind einige Verantwortliche des Vereins nach Griesheim bei Darmstadt gereist, um sich dort über eine sog. Leichtbauhalle zu informieren.

Damit diese Vorhaben der Stadt und des Vereins realisiert werden können, muss für das Gelände zunächst ein Bebauungsplan erstellt werden. Aus diesem Grund fand am 15.09.2021 im Forum die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des Bauleitplanverfahrens zum Bebauungsplan 86 „Gemeinbedarf an der Blankeneser Chaussee“ statt. Der Stadtplaner der Stadt Schenefeld erläuterte ausführlich und sachlich die Möglichkeiten der Bebauung der Fläche mit einer KITA sowie den Sportflächen. Zahlreiche Anlieger haben die Möglichkeit genutzt, sich über das Vorhaben zu informieren und auch ihre Bedenken zu äußern. Genannt wurden hier unter anderem Bedenken zum Verkehrsaufkommen, der Bebauungsdichte und Beeinträchtigung durch Lärm und Licht.

Der von Blau-Weiß angemeldete Flächenbedarf ergibt sich dabei mit rd. 2.400 m² Fläche für Bewegungsräume, Fitness und Reha.  Die Sporthalle (60 x 40 m) würde ebenfalls rd. 2.400 m² beanspruchen. Für die Fußballfläche (Kunstrasen) ist das Mindestmaß für den Spielbetrieb von ca. 90 x 50 m, also 4.500 m², vorgesehen.

Am 22.09.2021 fand auf Einladung des Vereins ein weiteres Gespräch mit Vertretern der politischen Parteien statt. Erfreulicherweise konnte auch unsere Bürgermeisterin Frau Küchenhoff an diesem Termin teilnehmen. Sie erläuterte zunächst den aktuellen Stand des Flächenbedarfs für die KITA. Für Blau-Weiß ist es dabei selbstverständlich, dass die KITA in der Stadt oberste Priorität besitzt. Andererseits sind wir auch dankbar dafür, dass die Stadt uns die Möglichkeit bietet, an der Blankeneser Chaussee weiterhin Sport treiben zu können.

Im Rahmen dieser konstruktiven Besprechung kristallisierte sich eine denkbare Lösung heraus, welche neben dem Fußballfeld ein 2-stöckiges Bauwerk vorsieht. In diesem Gebäude könnte im Erdgeschoss eine Fläche von rd. 2.400 m² für Bewegungsräume/Fitness und Reha entstehen. Im Obergeschoss könnte dann die neue Halle mit einer Fläche von rd. 60 x 40 m entstehen. Die geänderte Planung würde auch einige Bedenken der Anwohner aufgreifen. Durch das Zusammenlegen der beiden Gebäude würde der Flächenverbrauch sinken und durch eine geänderte Positionierung auf dem Gelände könnte die Halle als Lärm- und Lichtschutz für den Sportplatz dienen.

Unser Architekt wird nunmehr einen Vorschlag erarbeiten, wie diese Idee umgesetzt werden könnte und vor allem auch, welche Kosten dabei entstehen werden.

Blau-Weiß war bisher in der glücklichen Situation, die vorhandenen Sportanlagen praktisch kostenfrei nutzen zu können. So sind wir in der Lage auf einem hohen Niveau unser Sportangebot anzubieten. Für die bestehenden Sportanlagen wird sich daran auch nichts ändern. Für das Projekt BW 96 Campus werden wir es aber nicht vermeiden können, mit eigenen Mitteln zum Gelingen des Vorhabens beizutragen. Dies gilt sowohl für die Errichtung des Gebäudes als auch für den späteren Unterhalt. Eine Vollfinanzierung durch Stadt, Kreis und Land ist angesichts der aktuellen Aufgaben der Stadt nicht realisierbar.

Welche öffentlichen Mittel stehen uns, Stand heute, voraussichtlich zur Verfügung? Zuschüsse des Kreises und des Landes würden ca. 20 % der geplanten Baukosten ausmachen. Diese Zuschüsse werden wir nur erhalten, wenn sich die Stadt mit mindestens 10 % beteiligt. Wie hoch die Beteiligung ausfällt, wird von der Haushaltslage der Stadt abhängig sein. Realistisch erscheint dabei eine Beteiligung von maximal 40 %. An Eigenmittel stünden uns durch eine großzügige Spendenzusage eines Schenefelder Bürgers 200.000 Euro bei bis zum 30.06.2025 gesicherter Durchführung zur Verfügung. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle recht herzlich. Die fehlenden Mittel werden wir durch langfristige (z.B. 30 Jahre) Bankdarlehen realisieren müssen. Der Kapitaldienst hierfür wird aus Mitgliedsbeiträgen zu entrichten sein.

Sobald uns die Kostenvoranschläge vorliegen und wir eine belastbare Aussage der Stadt über die Höhe ihrer Beteiligung haben, werden wir diesen Punkt weiter konkretisieren und zur Diskussion stellen können. Der Vorstand wird daneben prüfen lassen, welche zusätzlichen Fördermittel evtl. in Frage kommen. So wäre es denkbar, dass Dach des Gebäudes mit einer Solaranlage zu versehen, mit deren Hilfe man z.B. auch ggf. Ladestationen für Elektrofahrzeuge bedienen könnte. Außerdem werden wir prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, weitere Mittel durch Fund-Raising (Spenden) zu generieren.

Blau-Weiß ist dieses Jahr 125 Jahre alt geworden. Der Vorstand sieht sich vor diesem Hintergrund in der besonderen Verpflichtung, den Verein fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehört es auch, sich anbietende Chancen auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen. Diese Chance sehen wir zurzeit vor allem in dem Projekt BW96 Campus an der Blankeneser Chaussee. Realistisch betrachtet, gibt es wohl keine weiteren Flächen in der Stadt, wo dieses Vorhaben umgesetzt werden kann. Wir haben den großen Vorteil, dass uns die Stadt die Fläche zur Verfügung stellt. Nutzen wir diese Gelegenheit nicht, laufen wir Gefahr, diese Fläche auf Dauer für den Sport zu verlieren.

 

Wie soll es weitergehen? Die Stadt möchte verständlicherweise so schnell wie möglich von Blau-Weiß wissen, welche Erfordernisse für den Verein in dem B-Plan berücksichtigt werden sollen. Das B-Plan-Verfahren soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Die KITA soll im Jahr 2023 errichtet werden. Unsere Anträge auf Gewährung von Zuschüssen des Landes und des Kreises müssen bis zum 31.03. eines Jahres für das jeweils folgende Kalenderjahr gestellt werden, damit sie in den Haushalten berücksichtigt werden können.

 

Laut Satzung sind Investitionen dieser Größenordnung von den Mitgliedern, vertreten durch die Delegierten der Abteilungen, in einer Delegiertenversammlung zu beschließen. Der Vorstand würde es begrüßen, wenn wir spätestens bis Ende 2022 hierüber entscheiden könnten. Wir möchten Euch daher bitten, sich mit diesem wichtigen Thema intensiv zu beschäftigen. Für Rückfragen, Ideen und Meinungen zu dem Projekt stehen wir Euch gern zur Verfügung.

 

Im Namen des Vorstands

Carsten Schmidt

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