Überspringen zu Hauptinhalt
Achter de Weiden 91, 22869 Schenefeld (040) 840544-6 info@bw96.de

Derby Niederlage zum Saisonauftakt

 Am vergangenen Samstag trafen die Floorballer von Blau-Weiß 96 im Nordduell auf die ETV Piranhhas. Ein krankheitsbedingt ersatzgeschwächter Schenefelder Kader begrüßte am Nachmittag die 19-köpfige Hamburger Equipe auf heimischen Boden. Unter Beachtung des Hygienekonzeptes fanden sich 134 Zuschauer in der Sporthalle Achter de Weiden ein. Erwartet wurde ein spannendes und umkämpftes Match, welches in der Spielhistorie mit einem Sieg, zwei Niederlagen und einem Unentschieden der Blau-Weißen recht ausgeglichen verlaufen war.

Den Anfang zeichnete vor allem ein hektisches, konterlastiges und körperbetontes Spiel aus. Auf beiden Seiten wurde hart um den Lochball gefochten. Besser ins Spiel kamen schlussendlich die Gäste vom ETV durch ihren Legionär Koivisto, der mit einem überraschenden Drehschuss aus dem Halbfeld das 0:1 erzielte. Im weiteren Spielverlauf fanden die Schenefelder nur schwerlich ins Spiel. Nach einem torlosen Unterzahlspiel verletzte sich der erfahrene Justus Karnath im Zweikampf schwerwiegend am Knie und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Dieses führte auf Schenefelder Seite endgültig zum Bruch in die vorher eingeübten Spielroutinen. Es folgte eine Torserie durch die in schwarz und weiß gekleideten Gäste. Beginnend mit dem 2:0 durch Wilbrand nutzten die Gäste das gewonnene Spiel Momentum für sich und erhöhten in Unterzahl im Doppelschlag zum 4:0 (Durasi, Käber). Nach einem Ballverlust hinter dem gegnerischen Tor erzielte Vogel im Konterspiel das 5:0. Nur wenige Sekunden später konnte Dethlefsen mit einem Fernschuss aus dem Rückraum die deutliche 6:0 Drittelführung festmachen.

Zum Beginn des zweiten Drittels initiieren die Schenefelder in einer doppelten Überzahlsituation die ersehnte Aufholjagd. Nach einem Torabschluss durch Tobias Karnath vollendete Schwartz den vom Torhüter abprallenden Ball zum 1:6. Und durch einen Assist von Timo Rother konnte ebenfalls Schwartz vom kurzen Eck zum 2:6 verkürzen. Ein darauffolgender Ballverlust wurde wiederum von den Gästen zur 7:2 Führung verwertet. Zum Ende des Drittels konnte Rother nach einer Einschlagvariante aus der gegnerischen Ecke zum 3:7 verkürzen. Damit ging das Drittel mit 3:1 zwar auf das Schenefelder Scoreboard, eine relevante Abstandsverkürzung konnte man allerdings nicht erzielen. Wenn schon nicht auf der Anzeigetafel ausgeglichen, waren es wenigstens die im Spiel verteilten Zwangspausen. In Summe wurden vom Schiedsrichterpaar Siljamo/ Günther satte 20 Strafminuten ausgesprochen. Abgesessen wurden diese jeweils fair zur Hälfte geteilt durch beide Teams.

Voller Hoffnung auf ein fulminantes Coming- Back starteten die Schenefelder in ein torreiches letztes Drittel. Dieses gestaltete sich spielerisch ausgeglichener als die vorangegangenen. Nach einer zweiminütigen Zeitstrafe für den jungen Schenefelder Wolter, aufgrund von vergessenem Tragen eines Augenschutzes, welches für unter 18-jährige Spieler verpflichtend ist, konnte der Hamburger Koivisto in Überzahl zum 3:8 erhöhen. Die Schenefelder Hoffnung auf den Ausgleich erweckte Rother erneut, welcher nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte mit einem sehenswerten Volleyschuss den Anschlusstreffer zum 4:8 erzielte. Die Hoffnung wurde durch eine schnelle Kombination der Hamburger zum 4:9 schnell wieder geschmälert. In dieser Phase konnte erneut ein stark aufspielender Rother in der ersten Situation nach dem Bullygewinn nach einem gezielten Pass von Tobias Karnath zum 5:9 kontern, letztendlich gelang es der Blau-Weißen Equipe aber nicht den Spielverlauf relevant zu beeinflussen. In der letzten Spielminute konnten zwar Schmidt und Gittek Ihre ersten Scorerpunkte sammeln, jedoch stand zu diesem Zeitpunkt ein Sieg der Hamburger bereits außer Frage. 

Am Ende mussten sich die 96´er mit einer deutlichen 7:9 Niederlage im Nordderby geschlagen geben. Trotz zwei gewonnener Drittel gelang es nicht, den am Anfang des Spiels eingefahrenen Rückstand wieder einzuholen. Ursächlich dafür war sicherlich auch das Verletzungspech und kurzfristige personelle Veränderungen, schlussendlich aber eine schlecht eingestellte Verteidigung gegen einen routinierten Gegner. Die nächste Chance auf die ersten Punkte der Saison gibt es bereits in der kommenden Woche. Hier werden die Schenefelder Floorballer von den roten Teufeln aus Wernigerode empfangen. 

Blau-Weiß 96 vs. ETV Hamburg

Endstand: 7:9 (0:6/ 3:1/ 4:2) 

Man of the Match: BW 96: Marius Schwatz, ETV: Luca Vogel 

Zuschauer: 134 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Siljamo, Miro und Frese, Günter 

Blau-Weiß 96 Schenefeld:
Marius Schwartz (2+2), Jascha Druminski, Simon Glass, Hendrik Vahl, Sascha Czapelka, Janne Petteri Wolter (0+1), Jonas Hachmann, Tobias Karnath (0+2), Justus Karnath, Julius Bruns, Timo Rother (3+1), [T] Jonah Koop, Sören Gittek (1+0), [C] Lasse Schmidt (1+0), [T] Bennet Druminski 

ETV Piranhhas Hamburg:
Tjorven Dethlefsen (1+0), Luca Vogel (1+2), Marcel Westermann (0+1), Felix Braun, Christopher Wilbrand (2+0), Mats Michel Dose (0+1), Georg Christian Käber (1+0), Jakob Bohls (0+1), Alexander Panzer, Lasse Tuchtfeldt, Michael Potschin, Clemens Froböse (1+0), Leon Adelmann (0+1), [C] Paul Dall, Kubilay Durasi (1+0), TimoToumas Koivisto (2+1), Hanno Hintze, [T] Jussi Kursula, [T] Nicolas Flathmann 

Bericht als PDF–Datei

An den Anfang scrollen