Techniken

Judotechnik (Waza)

Im Judo gibt es keine Schlag- und Tritttechniken. Stattdessen wird versucht, den Partner mit Wurf-, Festhalte-, Hebel- und Würgetechniken zur Aufgabe zu bringen. Die Wurftechniken lassen sich hierbei in Hüft-, Hand-, Fuß- und Opferwürfe gliedern. Um die Verletzungsgefahr bei diesen Würfen zu reduzieren, durchschreitet jeder Judoka am Anfang seiner Laufbahn die Fallschule. Hier lernt er das Fallen nach vorn, nach hinten und zur Seite. Festhalter werden im Kampf genutzt, um den Gegner mit dem Rücken auf dem Boden zu fixieren. Hebel und Würger sollen den Gegner durch Schmerzwirkung beziehungsweise durch verminderte Versorgung des Gehirns durch Sauerstoff zur Aufgabe zwingen.

Die Techniken werden Schritt für Schritt erlernt. Hierfür sorgt das System der Gürtel mit den korrespondierenden Prüfungen zur Erlangung des nächst höheren Gurts. Im Laufe eines Judolebens lernt der Judoka somit eine Reihe von Techniken, die ihn zum einen in die Lage versetzen, seinen Gegner in einem Kampf zu besiegen und die zum anderen seinen Geist und Körper fordern und fit halten.

Die Judo-Techniken lassen sich grob in 3 Grundtypen einteilen:

Nage Waza - Wurftechniken

Katame Waza - Haltetechniken

Ate Waza - Schlagtechniken (Nur in Kata)

Der Schwerpunkt des modernen Judosports liegt in der sportlichen Ertüchtigung und nicht unbedingt in der Selbstverteidigung. Jigoro Kano sagte, dass Judo vor allem dazu dienen soll, durch das Training von Angriffs- und Verteidigungsformen Körper und Geist zu stärken.