Luninez-Berichte

Unsere Reise in unsere Partnerstadt nach Luninez in Weißrussland

 

Nico Repenning und die Eindrücke der Anreise:
Hoch motiviert standen wir mit unseren Koffern am Bahnhof Altona. Die Bahnfahrt nach Berlin im ICE war sehr lustig, aber das Umsteigen um den Zug nach Brest zu erreichen war etwas hetzig. Im Schlafwagen nach Brest wurden wir nach 1-2 DVD Filmen sehr müde und schliefen schnell ein. Nachts um 2 Uhr wurden wir geweckt, weil wir über die Grenze kamen und die Beamten durch den Zug gingen, schauten und unsere Pässe kontrollierten. Den Rest der Fahrt waren wir alle sehr gespannt auf Brest und als wir ankamen um 5.30 Uhr war es auch sehr kalt. Leider klappte die Fahrt mit dem Bus nach Luninez nicht, so sind wir mit der Bahn gefahren, die nach 6 Stunden in Luninez ankam (geplant waren 4 Std.). Am Bahnhof in Luninez schien die Sonne und wir wurden von sehr vielen Menschen begrüßt, die Freude bekannte Gesichter zu sehen war auf beiden Seiten groß. Der Bürgermeister begrüßte uns und gratulierte Julian noch zu seinem Geburtstag, er bekam ein Belarus T-Shirt. Dann wurden wir den Familien zugeteilt und gingen mit ihnen.




Marvin Schaefer berichtet über die Begrüßung im Rathaus und das Museum in Luninez:

Am 2. Tag trafen wir uns um 10 Uhr im Rathaus in Luninez, wo uns der Bürgermeister und der Direktor Sport und Kultur begrüßte. Auch Frau Gätjens hielt für alle eine Rede und Frau Fischer übersetzte es immer ins russische. Nach der Begrüßung und dem Fototermin gingen wir in das Museum von Luninez, wo es eine Wand gibt, an der Schenefeld präsentiert wird. Im Museum ging es hauptsächlich um die Geschichte von Luninez, es gab dort alte Granaten, Waffen, Faxe und Helme zu sehen.



Maleachi Focken über die Stadt und die Sportschule:
Die Stadtbesichtigung war sehr lang und interessant, da man sich einen guten Überblick verschaffen konnte wie das Leben in Luninez ist. Man hat schnell gemerkt, in was für einen Wohlstand wir in Deutschland leben; die Kinder freuen sich über viele Kleinigkeiten, die für uns einfach dazu gehören. 10 Cent sind dort sehr viel wert, hier bekommen wir dafür nicht einmal einen Lolly. Dann waren wir in der Sportschule, wo neben Fußball der Schwerpunkt beim Leichtathletik ist. Viele talentierte Kinder trainieren hier jeden Nachmittag. Große Sportmarken gibt es dort nicht, die Ansprüche sind nicht so hoch wie bei uns, auch die Sportschuhe sind sehr einfach, aber die Leistung war echt klasse.



Tim-Lucas und Aaron erzählen von ihren Eindrücke in der Gastfamilie:
Wir waren bei Alex (dem Vater), Larissa (der Mutter), Julia (der Tochter) und Vlad (dem Sohn) untergebracht. Die Familie hat uns bei der Ankunft nett begrüßt und uns zu Hause immer sehr viel angeboten. Sie wohnen wie viele Kinder in einem Hochhaus mit 8 Etagen und jeweils 3 Wohnungen auf jeder Etage. Das Mobiliar ist sehr einfach ausgestattet und die Küche schon sehr alt. Das lag daran, dass die Familien nicht so viel Geld verdienen wie bei uns und sich dann solche Sachen nicht leisten kann. Die Familie war sehr nett und herzlich, beim Abschied hat Larissa geweint. Viele Familien haben kein Auto oder wenn dann einen ganz alten Wagen. Bei dem Essen gab es weniger Auswahl, außerdem wurde früh schon Mittag gegessen.



Fabio Bandow schreibt seine Eindrücke von der Schule Lunin und dem Turnier:
Die Fahrt nach Lunin war wie viele Fahrten sehr holprig. In der Schule wurden wir mit sehr schönen Gesang von 2 Mädchen und einer Tanzgruppe begrüßt. Diese Schule war sehr außergewöhnlich, sie hatte sogar ein eigenes Museum. Dann zogen wir uns um und wurden mit allen Teams in der Halle "Willkommen" geheißen. Die Kapitäne jeder Mannschaft mussten nach vorne und zogen die Belarus Fahne gemeinsam zur Eröffnung hoch. Wir gewannen 3 Spiele und verloren das Spiel gegen das Team der Schule Lunin. Der Sportplatz erinnerte eher an eine ungemähte Wiese und die Markierungen waren mit Sand gestreut. Wir belegten am Ende den 2 Platz und HW wurde bester Spieler. Die Pokale sahen aus wie Glas Vasen.

Yunus war auf dem Markt:
Jeden Tag konnte man früh auf den Markt gehen. Dort haben wir uns viele Sachen angeschaut. Marvin und ich wollten uns die Handys ansehen, aber sie waren zu teuer. Viele haben sich Zeug gekauft und wir hatten alle viel Spaß.

Joshua und Justin erzählen von ihren Erlebnissen am Weißensee:
Wir sind mit einem großen Bus zum See gefahren. Dort konnten wir viele Spiele spielen, während die Eltern ein tolles Picnic vorbereitet haben. Gemeinsam haben wir gegrillt und gegessen. Viele sind einmal ganz um den See gelaufen. Als es angefangen hat zu regnen, haben wir alles eingepackt und sind mit dem Bus nach Hause gefahren. Im Bus haben alle zusammen gesungen, auch die Eltern hatten viel Spaß.



Julian Pfeiffer berichtet von den Erlebnissen in der Musik- und Malschule:
Die Musik- und Malschule ist genau gegenüber der Sportschule. Die Familien müssen 3 Euro im Monat zahlen, wenn ihre Kinder dort lernen wollen. Wenn man nach dem ersten Jahr kein Talent für die Musik- oder Malrichtung entwickelt, muss man die Schule verlassen. In der Malschule wurde auch mit Ton, Knete und Pappmaschee gearbeitet. Aus diesem Material wurden zB Köpfe geformt. Wir sahen an den Wänden viele tolle Bilder, die von den Erwachsenen gekauft wurden. Von dem Erlös will die Schule Ölfarben und neue Pinsel kaufen. Die Bilder sahen sehr gut aus, es war überwältigend. Wir konnten auch bei 5 Kindern zusehen, wie sie gemalt haben. In der Musikschule hörten wir ein tolles Konzert, ein Junge spielte auch mit uns Fußball. Wir hörten 10 Musikstücke von den Erstklässlern bis zu den Lehrern. Alles in allem ein gelungenes Konzert.



Timm Thau über das Dorf Wulka:
Das Motto dieser kleinen Schule in einem sehr kleinen Dorf lautet: Gesunder Geist im gesunden Körper. In dieser Schule wird viel Musik gemacht, getanzt und Sport getrieben. Für alle Kinder gibt es Mittagessen und für die Kleinen auch Betten für eine Mittagstunde. Die Kinder gehen erst nach Hause, wenn die Eltern von der Arbeit sind. Das Mittag war sehr lecker in der Schule. Dann wurde uns noch Volkstänze vorgetanzt. Es war schön zu sehen, mit wie viel Freude und Spaß die Kinder mitgemacht haben.

 

 

Nico, Bennet und Aaron haben viel Spaß in der Abschiedsdisco gehabt:
Wir freuten uns sehr auf die Disco am letzen Tag und gingen in das Jugendzentrum. Um die Zeit zu überbrücken, schlugen sie uns vor zu basteln. Doch dann kam die Mädchen, die auf der Bühne tanzten und sangen, sie hießen Ola, Christina und Vika. Erst traute sich keiner mit ihnen zu tanzen, bis Aaron (unser Kleinster) loslegte. Nun fing es an, sehr lustig zu werden und es entstanden Freundschaften. Die Telefonnummern wurden natürlich ausgetauscht.

 

 

Andreas Wilken berichtet über den letzten Tag:

Gegen 11 Uhr wurden wir von unseren Gasteltern und Kindern verabschiedet. Nach großen Gruppenfoto am Bus wurden unsere Jungs mit Küssen und sehr tränenreich verabschiedet. Die Fahrt mit dem Bus ging nach Brest, hier würde er nicht einmal mehr zum Schrottplatz fahren. In Brest angekommen besichtigten wir deren bekannte Festung die Anfang des 19 Jahrhundert erbaut wurde und im väterländischen Krieg den deutschen über 6 Wochen trotzen konnte und somit in die Geschichte einging. Monumentaler Bauten habe ich noch nicht gesehen, in 5 Jahren bauten sie ein 7200 Tonnen schweres Denkmal für die im Krieg gefallenen Soldaten.

Am Brester Bahnhof konnten wir noch gemeinsam essen und nach einer Wartezeit von 2 Stunden in den VEB Schlafwagen aus dem Jahre 1979 beziehen. Überraschend wurde unsere Rückfahrt gemütlicher, den aus der 2 Bettbelegung wurde eine 3 Bettbelegung. Den Anschlusszug erreichten wir erneut mit viel Hektik und er Empfang am Altonaer Bahnhof war überwältigend



Fazit:
Ein Erlebnis, was sicher keiner vergessen wird. Tage voller Kultur, Spaß, Sport und vielen Kontakten, die hoffentlich lange aufrecht erhalten werden. Wir freuen uns sehr, wenn dieser Kontakt mit anderen Teams wiederholt wird.